Kurze Geschichte der Spanischen Hofreitschule
1572 Die Spanische Hofreitschule wird erstmals während der Herrschaft der Habsburger dokumentiert und markiert den Beginn der formalen klassischen Reitkunst in Wien.
16. Jahrhundert Spanische Pferde werden an den habsburgischen Hof gebracht und beeinflussen die Zucht und den Reitstil; daher stammt auch der Name "Spanische" Reitschule.
1580er-1600er Die Grundlagen der Lipizzaner-Rasse werden in Lipica durch sorgfältige Kreuzung von spanischen, neapolitanischen und regionalen Pferden geschaffen.
1729-1735 Die barocke Winterreitschule wird unter Kaiser Karl VI. erbaut und speziell für die klassische Dressur und kaiserliche Aufführungen konzipiert.
18. bis 19. Jahrhundert Die Schule wird zu einem Symbol des kaiserlichen Wiens, verfeinert die Tradition der Haute École und formalisiert die noch heute verwendeten Ausbildungsmethoden.
1918 Nach dem Fall der österreichisch-ungarischen Monarchie überlebt die Spanische Hofreitschule das Ende der Monarchie und wird zu einer staatlich geförderten kulturellen Einrichtung.
Zweiter Weltkrieg (1939-1945) Lipizzaner werden mehrmals quer durch Europa evakuiert, um die Rasse vor der Zerstörung durch den Krieg zu schützen.
1955 Die Spanische Hofreitschule wird nach dem Wiederaufbau in der Nachkriegszeit wieder vollständig eröffnet und bestätigt damit ihre Rolle als kulturelles Wahrzeichen Österreichs.
1969 Die Lipizzanerhengste touren durch die Vereinigten Staaten und Kanada und stellen dem internationalen Publikum die klassische Wiener Dressur in großem Stil vor.
2015 - Die klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule wird in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.
Heute Die Spanische Hofreitschule bietet tägliches Training, Führungen und Aufführungen an und bewahrt damit eine über 450 Jahre alte, lebendige Tradition im Herzen von Wien.