Die öffentlichen Besucherbereiche sind nicht als ein einziger Museumsflügel konzipiert. Die Staatshalle, die Zweigmuseen und die Wechselausstellungen können unterschiedliche Öffnungszeiten während des Tages haben, während für die Reading Rooms der wissenschaftlichen Forschung gesonderte Zugangsregeln gelten. Falls Sie einen Rundgang durch die Hofburg am selben Tag planen, informieren Sie sich bitte über die aktuellen Öffnungszeiten für den Bereich, den Sie genau besuchen möchten, anstatt sich auf die bibliotheksweiten Öffnungszeiten zu verlassen.
Einst eine kaiserliche Hofbibliothek, heute eine nationale Kultureinrichtung: Es handelt sich hierbei sowohl um eine aktive Forschungsbibliothek als auch um einen für Besucher zugänglichen Museumskomplex im historischen Zentrum von Wien. Sie kommen hierher, um den barocken Prunksaal zu besichtigen, Ausstellungen zu erkunden, die aus jahrhundertelangen Sammlungen zusammengestellt wurden, und zu verstehen, wie der Habsburger Hof Bücher, Karten und Gelehrsamkeit als Teil der kaiserlichen Macht nutzte. Der öffentliche Zugang konzentriert sich eher auf Ausstellungsräume als auf die üblichen Forschungsräume, sodass sich der Besuch eher wie ein Museumsbesuch anfühlt als wie der Besuch einer Campusbibliothek. Das Besondere daran ist, dass die Architektur und die Sammlungen dieselbe Handlung erzählen: Wissen, das als Staatskunst präsentiert wird. Dieser Reiseleiter hilft Ihnen bei der Entscheidung, was Sie sich ansehen sollten, wie lange Sie bleiben sollten und ob dies zu Ihren Plänen für Wien passt.
Warum sollten Sie die Österreichische Nationalbibliothek besuchen?

Die State Hall ist die Hauptattraktion
Sie befinden sich hier nicht in einem neutralen Reading Room. Sie befinden sich in einem kaiserlichen Saal aus dem 18. Jahrhundert, in dem bemalte Decken, geschnitzte Regale und ordentlich aufgereihte Bücher darauf ausgelegt waren, Ordnung und Prestige zu vermitteln.
Die Bestände gehen weit über Bücher hinaus
Die der Bibliothek angegliederten öffentlichen Museen erweitern den Besuch von der Literatur hin zum Wissen über die Welt. Globen, Papyri, Landkarten und Handschriften verdeutlichen, wie am Hof Geografie, Sprache, Wissenschaft und Religion parallel zueinander behandelt wurden.
Das passt hervorragend in einen Tag im Zentrum von Wien
Die Bibliothek befindet sich im dicht bebauten historischen Stadtkern Wiens, sodass Sie Ihren Besuch dort mit einem Abstecher zur Hofburg, zum Heldenplatz oder zur Spanischen Hofreitschule verbinden können, ohne eine zusätzliche Fahrt einplanen zu müssen.
Es eignet sich eher für Besucher, die es gemächlich angehen lassen, als für unruhige Besucher
Es handelt sich um einen besinnlichen Rundgang in Innenräumen, bei dem das Lesen, Betrachten und ruhige Bewegen im Mittelpunkt stehen. Wenn Sie interaktive Ausstellungen oder eine rasante Attraktion für die ganze Familie suchen, könnten andere Wiener Museen die Aufmerksamkeit Ihrer Familie leichter fesseln.
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Öffnungszeiten
Beste Besuchszeit
Die Vormittage an Wochentagen sind die beste Wahl, wenn Sie die Staatshalle besuchen möchten, bevor sich der Mittelgang mit Touristen aus der Innenstadt füllt. Der späte Nachmittag eignet sich gut, wenn Sie den Besuch der Bibliothek in einen Rundgang durch die Hofburg einbauen möchten; allerdings bleibt Ihnen dann weniger Zeit für weitere Museen und Wechselausstellungen. Wenn Ihnen die Fotografie am Herzen liegt, kommen Sie lieber früher, wenn es im Zimmer ruhiger ist und die Sichtlinien klarer sind.
Standort
Das Hauptbesichtigungsziel befindet sich in der Wiener Inneren Stadt innerhalb des Hofburgkomplexes, nur wenige Gehminuten vom Heldenplatz, dem Michaelerplatz und dem Stephansplatz entfernt. Die Herrengasse und der Stephansplatz sind die nützlichsten U-Bahn-Orientierungspunkte, wenn Sie zu Fuß in Richtung Stadtzentrum gehen. Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrer Ankunft nach dem genauen Eingang zu dem Bereich, den Sie über Ihre Buchung gebucht haben, da die Museen und Ausstellungsräume der Bibliothek nicht alle über dieselbe Tür zugänglich sind. [Link zu Google Maps] [Seite mit der Richtung]
Was man in der Österreichischen Nationalbibliothek unternehmen kann
Die Staatshalle
Beginnen Sie mit der Staatshalle, denn in diesem Zimmer lässt sich die gesamte Institution auf einen Blick nachvollziehen. Sie betreten einen langgestreckten Barockraum, der von historischen Büchern, Marmorstatuen und einem Deckenfresko gesäumt ist, das Ihren Blick nach oben lenkt, bevor Sie die Vitrinen darunter bemerken. Geben Sie diesem Raum etwas Zeit. Wenn Sie sich nur für ein einziges Foto durch die Ausstellung hetzen, entgehen Ihnen die Details der Globen, Einbände und kaiserlichen Darstellungen.
Das Globe-Museum
Besuchen Sie anschließend das Globe Museum, wenn Sie die Sammlungen hautnah und mit einem weltweiten Bezug erleben möchten. Anstelle eines einzigen zeremoniellen Raums bewegen Sie sich durch Ausstellungsbereiche, die veranschaulichen, wie Menschen die Welt über Jahrhunderte hinweg kartografiert, vermessen und sich vorgestellt haben. Dies ist das einfachste Zusatzmodul, falls Ihnen bei der State Hall eher der Kontext als weitere architektonische Details gefehlt haben. Es eignet sich besonders gut für Besucher, die sich für Wissenschaftsgeschichte und Reisen interessieren.
Das Papyrus-Museum
Fügen Sie das Papyrus-Museum hinzu, wenn Sie sehen möchten, wie zerbrechlich die geschriebene Geschichte auf materieller Ebene erhalten bleibt. Der Schwerpunkt verlagert sich von prächtigen Innenräumen hin zu kleinformatigen Objekten, Handschriften und der Konservierung. Man verbringt hier mehr Zeit damit, Etiketten zu lesen, als einfach nur nach oben zu schauen, was den Rhythmus des Besuchs auf positive Weise verändert. Dies bildet den stärksten Kontrast zur Staatshalle und verleiht der gesamten Einrichtung echte Tiefe.
Wechselausstellungen und Sonderausstellungen
Informieren Sie sich vor der Buchung darüber, welche Sonderausstellungen gerade stattfinden, da diese den Charakter Ihres Besuchs erheblich beeinflussen können. Manche Besucher kommen in erster Linie wegen des Barocksaals und betrachten die Ausstellungen als zusätzlichen Anreiz; für andere wiederum ist es gerade eine herausragende Sonderausstellung, die den Besuch in der Bibliothek von einem 45-minütigen Zwischenstopp zu einem halbtägigen Ausflug macht. Sollte Ihnen eine bestimmte Ausstellung besonders am Herzen liegen, erkundigen Sie sich bitte im Voraus nach dem Ausstellungsort und den entsprechenden Zugangsbedingungen.
Die Bibliothek entstand ursprünglich als Hofbibliothek der Habsburger, weshalb ihr berühmtestes öffentliches Raumensemble nie als bloßer Aufbewahrungsraum für Bücher konzipiert wurde. Die Staatshalle wurde im 18. Jahrhundert unter Kaiser Karl VI. als kaiserliches Statement aus Holz, Fresken und geordnetem Wissen erbaut, wobei sich Architektur und Sammlungen gegenseitig verstärkten. Das ist wichtig, wenn Sie das Zimmer besuchen: Es ist nicht nur schön, sondern auch politisch – im alten, dynastischen Sinne. Die Regale, die Kuppelmalerei und die formale Symmetrie rahmen das Lernen als Teil einer Regel ein. Später entwickelte sich die Einrichtung vom Hofbesitz zur Nationalbibliothek Österreichs, doch die kaiserliche Logik ist nach wie vor daran erkennbar, wie die Räume der Öffentlichkeit die Wissenschaft präsentieren.
Wissenswertes
- Ein regulärer Besuch konzentriert sich auf öffentliche Ausstellungsräume wie die Staatshalle und die Museumsbereiche und nicht auf den uneingeschränkten Zugang zu Forschungszimmern.
- Bestimmte Manuskripte, Karten und seltene Objekte sind nicht immer dauerhaft ausgestellt; empfindliche Exponate werden aus konservatorischen Gründen und im Rahmen der Ausstellungsplanung abwechselnd gezeigt.
- Die Regeln für das Fotografieren können je nach Ausstellungsort und Ausstellung variieren. Blitzlicht, Stative und Filmaufnahmen sind die ersten Einschränkungen, die Sie bei Ihrer Ankunft beachten müssen.
- Das Bibliothekssystem umfasst mehrere öffentlich zugängliche Standorte; stellen Sie daher bitte sicher, dass Ihr Ticket zu dem Gebäude oder Museum passt, das Sie tatsächlich betreten möchten.
Gut zu wissen
- Wenn Sie nur eine Stunde Zeit haben, besuchen Sie zunächst die State Hall und sehen Sie sich nichts anderes an, anstatt zu versuchen, alle Museen flüchtig zu besichtigen.
- Die besten Fotos entstehen von der Mittelachse aus, doch in den seitlichen Vitrinen befinden sich viele der Objekte, die verdeutlichen, wozu das Zimmer diente.
- Eine gelungene Sonderausstellung kann den Besuch noch bereichern als ein Audioguide; sehen Sie sich daher das aktuelle Programm an, bevor Sie Ihr Ticket auswählen.
Häufig gestellte Fragen
Sie ist vor allem für die Staatshalle – die ehemalige kaiserliche Hofbibliothek – sowie für ihre Bestände bekannt, die über Bücher hinaus auch Handschriften, Papyri, Landkarten und Globen umfassen. [Seite mit den Highlights für Besucher]
Im Gegensatz zu den Wiener Schlossmuseen oder Kunstgalerien ist dieser Besuch ruhiger und eher textorientiert. Sie kommen wegen der feierlichen Innenausstattung der Bibliothek und der Geschichte des Wissenssammelns, nicht wegen Gemälden oder möblierten königlichen Zimmern. [Wiener kultureller Reiseleiter]
Gelegenheitsbesucher können den Rundgang problemlos genießen, da der öffentliche Rundgang sich an den Ausstellungsräumen orientiert und nicht an akademischen Abläufen. Forscher nutzen die Einrichtung auf unterschiedliche Weise, doch Sie benötigen keine Fachkenntnisse, um die Hauptsäle zu bewundern. [Besucherreiseleiter]
Planen Sie allein für die State Hall 45 bis 60 Minuten ein; wenn Sie einen oder mehrere Museumsbereiche hinzufügen möchten, sollten Sie 90 Minuten bis 2,5 Stunden einkalkulieren. Je mehr Ihnen das Lesen von Ausstellungsbeschriftungen Spaß macht, desto mehr Zeit sollten Sie einplanen. [Seite „Öffnungszeiten“]
Der Rundgang erfolgt in erster Linie selbstgeführt, wobei Informationen über Schautafeln in den Zimmern, Ausstellungen und gelegentlich durch zusätzliche Angebote wie Audioguides oder Sonderführungen vermittelt werden. Bitte prüfen Sie vor der Buchung, welche Angebote derzeit für Ihren Termin verfügbar sind. [Seite „Tickets“]
Die Barrierefreiheit hängt von dem jeweiligen Gebäude und dem Ausstellungsbereich ab, den Sie innerhalb des gesamten Bibliothekssystems betreten möchten. Stufenfreie Wege und Besuchereinrichtungen sollten Sie am besten im Voraus für den auf Ihrem Ticket angegebenen Standort erfragen. [Seite zur Barrierefreiheit]
Eine Vorab-Buchung ist die sicherere Wahl, wenn Sie nach einem straffen Zeitplan in der Innenstadt unterwegs sind, in der saisonalen Hochsaison zu Besuch sind oder hauptsächlich wegen einer Sonderausstellung kommen. Außerdem können Sie so das richtige Ticket dem richtigen Standort zuordnen. [Seite „Tickets“]
Es eignet sich am besten für Familien mit älteren Kindern, die sich in ruhigen Innenräumen wohlfühlen und sich für Bücher, Landkarten oder Geschichte interessieren. Jüngere Kinder fühlen sich möglicherweise eher von den Globen und den visuellen Darstellungen angesprochen als von der Haupthalle allein. [Leitfaden zur Familienplanung]
